Derzeit (28.12.2021) wird wieder viel Regierungs- und Verwaltungsmeinung zu dem Thema Schnellwege in Hannover in der Presse veröffentlicht. Sachgerecht wäre es, der anderen Seite den gleichen Raum in der Presse zu geben. Leider sind HAZ/Neue Presse die einzige Zeitung in Hannover. Der fehlende Wettbewerb führt zu einseitiger Berichterstattung. Ich bin aus anderen Städten wesentlich neutralere Berichte gewohnt und sehe die Pressefreiheit in Gefahr. Ich rate dazu, angebliche „Tatsachen“ zu hinterfragen. Ich habe dies in den letzten 2 Jahren am Fall der Südschnellwegplanung durch Akteneinsichten getan und stelle fest, dass die Berichterstattung überwiegend nicht den Tatsachen entsprach sowie juristisch laienhaft und damit irreführend wiedergegeben wurde. Dies fängt schon bei so banalen Daten wie den Haltbarkeiten der Brücken an, die nicht mit der Akte übereinstimmten und hört bei Fehldarstellungen “ es gäbe keine Alternativen“ auf, was als reine Polemik festgestellt werden muss.

Wenn nun wieder einmal Stimmung dafür gemacht wird, dass alle Schnellwege Hannovers in maximal möglicher Breite und mit dem maximalen Natureingriff als Autobahnen ausgebaut werden müssten, weil es keine Alternativen gäbe, so ist dieses einfach blanker Unsinn. Die Bausachverständigen- und Rechtsgutachten gelten für die anderen Schnellwege ebenso. Es ist mit minimal nötiger Breite und minimalem Eingriff in die Natur und größtmöglichem Lärmschutz für die Bevölkerung zu bauen. Hierzu gehören auch Lärmschutz durch echte Lärmschutzwände (nicht nur Irritationswände) und Flüsterasphalt. Wenn die Verwaltung nicht nur den Autolobbyinteressen folgt, sondern auch auf die Bevölkerung und die Umwelt Rücksicht nimmt, muss auch nicht geklagt werden. Eine vernünftige Brücken- und Straßenerneuerung ist zu begrüßen, aber kein staatliches Diktat einseitiger Lobbyinteressen zu Lasten von Mensch und Natur.

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