Jetzt ist es raus. Geklüngel hinter verschlossenen Türen. Energieversorger und Politik kuscheln verträumt Jahrzehnte lang, alle stopfen sich die Taschen voll, alle lachen über alternative Energien und Energiewende…und nuh bunte Kuh? – Sollen die Verbraucher die Milliardenverluste der Gasriesen tragen, mittels einer Verordnung, welche Politik und vor allem Uniper zusammen gebastelt haben? Das ist der falsche Weg und vor allem keine Lösung. Dann muss Uniper Insolvenz anmelden, wie alle anderen Unternehmen auch, wenn diese ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Kauft Euch besser Solarkraftwerke und Wärmepumpen und lasst den Stromzähler rückwärts laufen. Dann müssen die Stadtwerke sich eben innovativ zeigen und umstellen oder schließen und das andere machen lassen, die das besser können. Ich halte es für möglich, dass die autarke Energieversorgung viel besser, billiger und ressourcenschonender ist, als so ein miss-gemanagtes planwirtschaftliches Energiediktat. Ich habe jetzt auch kein Mitleid mit den Stadtwerken, die sich an der Uniper beteiligt haben. Pech gehabt! Nix gelernt aus Lehmann Brothers? Vielleicht macht es doch mehr Sinn, die Unternehmen frei wirtschaften zu lassen ohne staatliche Einmischung und nur die Gewinne abzuschöpfen, um diese dann sozial und ökologisch für das Wohl des Volkes zu investieren. – Das ist soziale Marktwirtschaft. Staatliche Einmischung heißt Planwirtschaft und entspricht nicht unserem Verfassungsmodell. Eingebrockt hat uns den Schlamassel die Vorgängerregierung. Auslöffeln sollen es jetzt die, die schon immer für ökologisch erfolgreiches Wirtschaften gekämpft haben.

Vorschlag: Lasst das mit der Gasumlage. Die Bürger sind durch die Verzehnfachung der Preise ohnehin schon mit im Boot und brauchen das Geld auch für die Umstellung auf alternative Energien. Dann braucht Ihr auch nicht so komplizierte Entlastungssysteme, die wieder nur die Verwaltung lähmen und bei keinem was ankommt. Auch die Übergewinnsteuer hat rechtlich keine Grundlage und verstößt eklatant gegen den Grundsatz der Steuergerechtigkeit und dürfte verfassungswidrig sein. Besteuert lieber die Energieversorger stärker, die nicht auf erneuerbare Energie umstellen und/oder belohnt die, die es machen.

Macht Euch Gedanken zu der Trinkwasserverordnung und findet Alternativen, wie man Legionellen aus den Leitungen bekommt, ohne bei 40 C° im Schatten 24h/Tag die Heizung bei 60C° auf Volllast laufen zu lassen, obwohl wir nur leicht warmes Wasser für 2 Minuten zum Duschen brauchen. Die Lösung dieses Problems alleine sollte massive Gaseinsparmöglichkeiten bieten.

Lösungsvorschläge:

  • Moderne Durchlauferhitzer direkt an den Entnahmestellen erfüllen die Trinkwasserverordnung, ohne dass die Heizungsanlage laufen muss. Im Sommer könnte diese sogar ganz abgestellt werden. In Verbindung mit genehmigungsfreien Balkonsolarkraftwerken und Abwasserwärmepumpen eine mögliche und sehr günstige Sofortmaßnahme für alle.
  • Alle Wasserleitungen neu in Verbindung mit energetischer Sanierung, leider für viele kleinere WEG`s nicht bezahlbar.
  • Genauere Analyse der Situation. Evtl. besteht die Möglichkeit einer Legionellenschaltung, sodass es ausreichend ist, dass die Heizung nur alle 3 Tage oder 1-mal die Woche auf Vollast laufen muss, um das Wasser abzukochen. Welche Untersuchungen liegen der gesetzlichen Regelung zugrunde? Inwieweit wäre eine Legionellenschaltung gesetzeskonform? Kann/Muss das Gesetz angepasst werden, um auch den Energieeinspargesetzen zu entsprechen?

Wir brauchen innovative Ideen, die zu einer Änderung des Grundproblems beitragen. Mit der Gießkanne Steuergelder verteilen, ist das Gegenteil von innovativ und sieht stark nach einem Rückfall der chronischen Erkrankung der SPD aus (was ich nicht hoffe!).

Da wir so schnell nicht umstellen können, ist die Möglichkeit zu erwägen, doch Nordstream 2 zu öffnen, um Deutschland nicht in die Rezession zu stürzen, was Putins Zielen entspräche und womit uns nicht geholfen wäre und auch nicht den Menschen in der Ukraine. Denn dann könnten wir nicht einmal mehr Geld schicken.

UNIPER – Gasumlage – Kommentar

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